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Hyper"text" -   entdecke die Möglichkeiten!

(Julia Gschwilm, Jakob Mallmann, Daniel Rambeck, Anne Seitz)

 

 

Neue Wege der Literatur beobachtet an Myst & Riven

In der theoretischen Debatte über Netzliteratur stößt man immer und immer wieder auf die gleichen Forderungen: Neu muß es sein und innovativ und dabei sollen am besten auch noch alle Möglichkeiten des digitalen Mediums ausgeschöpft werden.
Es scheint im Netz jedoch kaum Texte zu geben, die all diesen Anforderungen gerecht werden und dabei inhaltlich überzeugen. Zugegebenermaßen sind auch die technischen Möglichkeiten des Netzes für z.B. multimediale Projekte nicht gerade ideal. Lange Ladezeiten und die immensen Kosten, die das Internet momentan noch mit sich bringt, wären Beispiele. Schon in naher Zukunft könnten sich diese technischen Probleme aber in Luft aufgelöst haben. Wir wenden uns deshalb vom Internet ab und betrachten digitale Möglichkeiten an sich, ohne darauf zu achten, ob sie momentan netzfähig sind. Uns scheint, daß die geforderte optimale Ausschöpfung der digitalen Möglichkeiten eher in Computerspielen als in herkömmlichen "Texten" realisiert wird.
Die "Spiele" Myst und Riven gingen millionenfach über den Ladentisch, sind also so etwas wie digitale Bestseller. Was bringt Millionen User dazu, Stunden, wenn nicht Tage mit einer Geschichte zu verbringen, die man sich selbst mühsam Stück für Stück erarbeiten muß? Könnte das vielleicht eine neue Art von Literatur werden?
Wir lösen uns nun also vom herkömmliche Textbegriff und starten den Versuch, die Spiele Myst & Riven zu "lesen" und als neue Form von sinnlicher Literaturerfahrung zu verstehen.
 

- Neue und doch alte Erzähldimensionen

Die Struktur von Riven

- Effekthascherei oder Tiefgang?

- Perspektiven